Auf dieser Seite finden Sie Wissenswertes über die Gestaltung und den Druck von Plakaten und Postkarten. Ein Service von www.computersatz.de - Ihrem Partner, wenn es um die Gestaltung Ihrer Printprodukte geht. Von der Anzeige bis zum Briefbogen oder Prospekt gestalten wir individuell zu unglaublich günstigen Festpreisen.
Plakate
Herkunft:
Das Wort „Plakat“ lässt sich bis zum mittelhochdeutschen „placke“ zurückführen, was soviel wie Fleck, Gebiet bedeutet. Das Französische formte das Wort um zu „plaque“ (Platte, Täfelchen) und „placard“ (Anschlag). Das heutige deutsche Wort „Plakat“ taucht erstmals beim deutschen Satiriker Johannes Fischart 1578 auf; Er meinte damit einen obrigkeitlichen Anschlag. Auch die 1517 von Luther an die Schlosskirche von Wittenberg angebrachten 95 Thesen über den Ablass gehören ebenfalls zu den öffentlichen Anschlägen und fordern zu einer Aktion auf.
In andere Sprachen übertragen heißt Plakat „affiche“ (französisch), „poster“ (englisch), „avviso, cartello, manifesto“ (italienisch), hat jedoch immer eine andere Herkunft.
Definition:
Ein Plakat ist eine Botschaft oder eine Mitteilung eines Einzelnen oder einer Gruppe an eine Mehrzahl von Empfängern. Es dient der Kommunikation. Die ausgesendete Nachricht wird immer gleichlautend und gleichzeitig an möglichst viele Empfänger gerichtet, die derjenige, der die Botschaft sendet, namentlich jedoch nicht kennt, die also anonym sind. Ob die potentiellen Empfänger diese Nachricht aufnehmen oder nicht und einer etwaigen Aufforderung, die damit verbunden ist, nachkommen, kann vom Absender nicht überprüft oder kontrolliert werden. Der Empfänger kann auch für sich entscheiden, ob er eine Reaktion auf die Botschaft zeigt oder ob er sie übergeht.
Die gerade genannte Vielzahl der Empfänger und ihre Anonymität zählen also zu den Merkmalen des Plakates. Es bedeutet, dass die Botschaft durch mehrere Exemplare ausgesendet und öffentlich verbreitet wird, damit die Anonymität gewahrt bleibt. Um diese Faktoren zu erfüllen, ist die Stadt am Besten geeignet, in der sich täglich viele Menschen bewegen.
Geschichte des Plakats
Als Anfang des Plakates könnte man die Beschriftung von Hauswänden in der urbanen Frühkultur deklarieren. Seine Geschichte führt weiter über die Einblatt-Holzschnitte des Mittelalters und die Bilderbögen und Flugblätter des 18. Jahrhunderts zur Erfindung des Steindrucks. Erst mit dieser Entdeckung und der daraus resultierenden Möglichkeit, sehr schnell viele Exemplare herzustellen, war der erste Schritt in Richtung der heutigen Plakatherstellung getan. Generell kann man das Plakat als ein Produkt der Großstadt bezeichnen. Zu den ersten Auftraggebern des Plakates gehörten vom allem die Theatergesellschaften und Verleger in Paris und London. Für die heute gängigen Motive auf Plakaten wie Lebensmittel, Haushaltswaren und andere Produkte wurde erst nach der Jahrhundertmitte immer mehr geworben. Zu diesem Zeitpunkt stieg das Warenangebot und die Palette der mehr oder minder identischen Produkte wuchs und benötigte deshalb vermehrt eine größere Käuferschaft.
In den 1890er Jahren brach eine sogenannte „Affichomanie“, eine Plakatsucht aus. Die Bebilderung der Straße galt als Kunst und wurde euphorisch als „Kunst der Straße“ gefeiert. Mit dieser Aktion sollte der Kunstsinn der breiten Bevölkerungsmasse gehoben werden und mit ihr auch die öffentliche Moral. Der damals bedeutendste Plakatkünstler war Chéret, über dessen Plakatkunstwerke schon bald in öffentlichen Zeitungen debattiert wurde. Aufmerksamkeit bekamen seine Kunstwerke nicht wegen ihrer Auftraggeber, für die sie ja warben, sondern auf Grund ihrer Komposition, ihren Farben und den Zeichnungen.
Auch Henri de Toulouse-Lautrec und Pierre Bonnard, Künstler der Pariser Avantgarde, fühlten sich 1891 durch das große Format und die Öffentlichkeit herausgefordert.
Von Paris aus begann der Siegeszug des Plakates in ganz Europa und sogar bis in die USA. Einige Künstler wie Alfons Mucha und Henry van de Velde, spezialisierten sich auf die plakative Kunst. In Plakatausstellungen wurden die Kunstschöpfer, die diese entworfen hatten, als Künstler einer neuen Zeit geehrt.
In Berlin setzte sich 1905 eine neue Entwicklung durch: das deutsche Sachplakat eines Lucian Bernhard. Auf diesem Plakat fand sich kein femininer Blickfang und keine anderen Allegorien für das zu werbende Produkt.
Zu etwa der gleichen Zeit kam es bei Malern, Architekten und anderen bildenden Künstlern in Mode, mit Plakaten für die Ausstellung ihrer eigenen Werke Propaganda zu treiben. Den Anfang dieser „Künstlerplakate“ machten die Plakate des Salon des Cent in Paris. Die Künstlergesellschaften Manés in Prag, die Brücke in Dresden und die Wiener Secessionisten folgten ihrem Beispiel.
Die 20er Jahre wurden von drei Tendenzen bestimmt: zum einen kamen politische Plakate immer mehr in Mode. Vor 1914 waren sie in fast allen Ländern durch die Zensur verboten worden, aber im Ersten Weltkrieg erkannte man ihren Wert für propagandistische Arbeit. Heute sind sie aus keinem Staat mehr wegzudenken. Zum anderen wurde das Plakat nun von der Avantgarde als Gestaltungsaufgabe wahrgenommen. Als dritte Strömung entdeckte das Art Deco die plakative Kunst und gestaltete sehr wirkungsvolle Plakate, die von berühmten Künstlern wie A.M. Cassandre gezeichnet wurden.
Mit der Gründung des „Bundes deutscher Gebrauchsgraphiker“ wurde Plakatmaler ein anerkannter, künstlerischer Beruf. Es erschienen Fachzeitschriften und einheitliche Formate konnten sich durchsetzen, in Deutschland beispielsweise das DIN-Format. Plakatierungen wurden zunehmend von einer zentralen Stelle aus abgewickelt. Durch viele Plakatausstellungen, an denen sich internationale Künstler präsentierten und wichtige Preise vergeben wurden, konnte ein hoher Standard aufrecht erhalten werden.
Die wohl spektakulärsten Plakate wurden für die Filmindustrie gefertigt. Filmtheater in Berlin, Wien oder München stellten eigene Plakatmaler ein, die auch Aufträge der Verleihfirmen erhielten und somit für einen einzigen Film oft eine ganze Reihe von Plakaten in Auftrag gegeben wurden.
In der Nachkriegszeit entstanden zwei sich entgegen stehende Strömungen: die anekdotisch- humoristische Zeichnung und der Internationale Typographische oder Schweizer Stil.
Die 60er wurden wesentlich von der Pop Art bestimmt, was kräftige Farben und auch die Ablehnung geometrischer Kompositionen bedeutete, die von der anderen Stilart gefordert wurden.
Datenverarbeitung und der experimentelle Umgang mit neuen Medien hatten großen Einfluss auf die 70er Jahre. In den 80er Jahren kam mit der Computerisierung ein neues Instrument auf den Markt, das von nun an die Plakate in Form von digitalisierten Bildern und Texten am Bildschirm mit gestaltete.
Wichtig bei der Konzeption des Plakates ist, dass diese natürlich möglichst dort angebracht werden müssen, wo sehr viele Menschen gleichzeitig angesprochen werden. Außerdem muss durch die Beschränkung auf eine bildhafte Information das Wesentliche zum Ausdruck gebracht werden, was nur durch die Kunst des Weglassens gewährleistet wird. Ein gutes Plakat zeichnet sich aus durch einfache Mittel und bezieht seine Wirkung aus dem formalen Beziehungsgefüge der einzelnen Bildelemente. Damit können die Motive auf die einfachste, knappste, direkteste und überzeugendste Weise an den Kunden gebracht werden.
Diese Art des Werbens ermöglicht eine rasche und intensive Bekanntmachung des Produkts. Um das Plakat bestmöglich platzieren zu können, empfiehlt es sich, bei Zeiten den gewünschten Werbeplatz zu buchen. Allerdings sind Plakate, ebenso wie Handzettel und Wurfsendungen, nur bei Angeboten für ein möglichst großes Publikum wirkungsvoll.
Einzelne Großflächen an viel besuchten Orten können als Anschlagstelle besonders für kleinere Firmen interessant sein. Dabei gibt es die Möglichkeiten, entweder ein Plakat zu drucken, das die ganze Fläche einnimmt, ein Mosaik an Einzelbogen aneinander zu fügen, oder aber die Fläche schwarz oder weiß anmalen zu lassen, damit auf dieser dann die Firma selbst etwas ankündigen lassen kann. Auf diese Art und Weise können Veranstaltungsankündigungen und Sonderangebote bestmöglich an den Mann gebracht werden. Vor allem von jüngeren Leuten wird diese Art der Werbung gut angenommen.
Nicht nur die Bildaussage ist wichtig bei einem Plakat, vielmehr sollen sie und der Text zusammenspielen. Knappe und direkt Formulierungen sind am Besten geeignet, da sie sich am ehesten einprägen, oftmals oder sogar in den meisten Fällen unbewusst. Der Empfänger muss sich nicht unbedingt bewußt mit der Werbeaussage auseinander setzen. Schon eine unbewußte Begegnung mit der Werbebotschaft reicht dem Plakatwerber aus.
Mit folgenden rein optischen Mitteln soll den Kunden der Inhalt des Werbeplakates nahe gebracht werden:
Durch eine sparsam eingesetzte Schrift, die sich auf den Slogan konzentriert, gut lesbar ist und dem Empfänger im Gedächtnis bleibt.
Diese muss in Verbindung mit Farben eingesetzt werden, die eine gewisse Signalwirkung und Farbsymbolik besitzen und Fotografien. Hier wird durch eine Hervorhebung wichtiger Details, Identifikationsmöglichkeiten, Bildausschnitten, Blickwinkel etc. schon bei nur kurzem Hinsehen eine Speicherung der Information ausgelöst. Ist dies bewerkstelligt, hat des Plakat alles erreicht, was es erreichen kann.
Postkarten
Die Postkarte als Werbemittel ist besonders dann interessant, wenn keine Reaktion (zumindest nicht auf dem Postweg) erwartet wird. Sie erregen sofort große Aufmerksamkeit und werden meist vor der übrigen Post gelesen.
Allerdings hält diese nicht sehr lange vor. Sie sollten also viel Neugier wecken.
Besonders häufig werden Postkarten bei folgenden Anlässen verwendet:
- Ankündigung eines Besuches
- Einladung ins Unternehmen/ Geschäft
- Dankeschön
- Benachrichtigung über das Eintreffen neuer Ware
- Sonderangebote
- Ankündigung von Aktionen oder Betriebsferien
Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kosten für Druck und Porto.
Durch die heutige Reizüberflutung ist es immer schwieriger, den Menschen zu erreichen. Um dessen Aufmerksamkeit zu erregen und zu erhalten, muss sich eine erfolgreiche Werbung von der Konkurrenz absetzen können. Das visuelle Erscheinungsbild ist dabei natürlich von besonderer Wichtigkeit. Wenn das Firmenbild ein einheitliches und gut visualisierbares Konzept vorweisen kann, sind die Chancen groß, dass dies aus wahrgenommen wird. Stilmerkmale wie Farbe, Signet und Typographie sollten einprägsam und unverwechselbar sein. Für die Geschäftspartner ermöglicht das Erscheinungsbild eine Identifikation mit dem eigenen Unternehmen. Dabei ist es wichtig, dass die Unternehmenskommunikation einen einheitlichen Rahmen sowohl nach innen als auch nach außen erhält. Wenn einmal die Regeln festgelegt wurden, müssen sie auch von allen Unternehmensbereichen eingehalten werden, denn nur so kann sich das Unternehmen auch in der Öffentlichkeit als eine Einheit präsentieren. Da immer mehr Betriebe gleichwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, gewinnt die Art, wie sich das Unternehmen nach Außen hin darstellt, an Wichtigkeit. Nicht mehr nur sachliche Unterscheidungskriterien sind für den Kauf ausschlaggebend, auch andere müssen mit einbezogen werden.
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